Letterwomantalk – Gespräche, die das Publikum einbeziehen

Mit „Letterwomantalk“, 2015 unter dem Namen „Das Ledersofa“ gestartet, hat die Leipziger Künstlerin Mayjia Gille eine Talkrunde ins Leben gerufen, die vom Austausch zwischen Podium und Publikum lebt. Sie konzipiert, organisiert und moderiert die Veranstaltungen selbst und gestaltet sie auch musikalisch als Sängerin und Musikerin.

Zu ihren bisherigen Gästen zählen unter anderem die Schriftsteller Artur Becker und Alhierd Bacharewitsch, der Kunsthistoriker und Museumsmacher Alfred Weidinger, der Autor, Übersetzer und Verleger Viktor Kalinke sowie der Sexualforscher Dr. Kurt Starke. Persönlichkeiten aus Kunst, Literatur, Wissenschaft, Politik und weiteren gesellschaftlichen Bereichen treffen auf Bürgerinnen und Bürger, um gemeinsam Fragen nachzugehen, die persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Entwicklungen verbinden: Wie leben und lieben wir? Was bedeutet Freiheit? Was prägt unser Denken und unser Miteinander?

Das Publikum ist dabei von Anfang an Teil des Gesprächs. Die Besucherinnen und Besucher können Fragen stellen, eigene Erfahrungen einbringen, widersprechen und Gedanken weiterführen. Ihre Beiträge gestalten den Verlauf des Abends mit. So entsteht ein lebendiger Bürgertalk, in dem unterschiedliche Lebenswelten und Sichtweisen aufeinandertreffen.

Was Gille dabei antreibt, beschrieb sie bereits 2015 in einem Interview mit der Leipziger Zeitung: „Ich glaube an Sprache, die immer etwas bewegt, sie ist lebendig!“ Diese Haltung verbindet ihre Arbeit als Gesprächsgastgeberin mit ihrem künstlerischen Schaffen.

Auch überregional findet ihre vielseitige Arbeit Beachtung: Am 26. April 2024 war Mayjia Gille in der Deutschlandfunk-Kultur-Sendung „Im Gespräch“ zu Gast bei Marco Schreyl. Unter dem Titel „Zwischen ChansonRocknRoll und Poesie“ wurde sie als Sängerin, Schauspielerin und Autorin vorgestellt.

Musik gehört zum Konzept ihrer Talkrunde: Mit eigenen musikalischen Beiträgen verbindet Gille das Gespräch mit ihrer künstlerischen Arbeit. „Letterwomantalk“ schafft damit einen öffentlichen Raum für Begegnung, gemeinsames Nachdenken und den direkten Dialog zwischen Menschen.